Oddset-Pokal: Der nächste Oberligist ist draußen
08.08.2006

Rettete den Rugenbergener
Sieg: Marcel Roggow
Am heutigen Dienstag gab es in den Zweitrunden-Duellen einige Überraschungen. So musste mit dem FC St. Pauli II bereits der dritte Oberligist (nach Altona 93 und dem ASV Bergedorf 85) die Segel streichen - beim SV Rugenbergen gab es eine 2:3-Niederlage. Henning Hülsebusch schoss die Hausherren bereits früh in Führung, nach einer halben Stunde erhöhte SVR-Torjäger Robert Detlaff auf 2:0. Der Favorit wankte, doch er fiel nicht - noch nicht: Roman Prokoph (50.) und Ata Yamrali (70., Elfmeter) glichen zum 2:2 aus. Dann schlug Detlaff erneut zu, und obwohl er wenig später die Gelb-Rote Karte sah, konnten die Gäste nicht mehr ausgleichen - Yamrali scheiterte in der Nachspielzeit sogar mit einem weiteren Strafstoß am Rugenbergener Keeper Marcel Roggow!

Nicht nur in Bönningstedt, sondern auch auf dem Sparbier-Platz gab es einen Heim-Sieg zu bejubeln, bei dem der Gastgeber einen zwei Klassen höher spielenden Gegner bezwang: Der Eimsbütteler TV, der zuletzt in die Bezirksliga durchgereicht worden war, bezwang den Hamburg-Ligisten HSV Barmbek-Uhlenhorst gleich mit 3:0! Patrick Daniel Felipe, der in der Vorsaison noch für Benfica in der Kreisklasse auf Torejagd ging, schoss kurz vor der Halbzeitpause das 1:0. Einige Zuschauer waren der Meinung, BU-Keeper Gordon Wilkens habe dabei zu weit vor seinem Gehäuse gestanden, doch darüber kann man streiten ... Fakt ist: Kai Lüders, der für Germania Schnelsen und den VfL Pinneberg selbst viele Jahre in der Verbandsliga kickte, erzielte nach einer Stunde das 2:0, das ETV-Eigengewächs Julian Meins netzte zehn Minuten vor dem Abpfiff zum 3:0-Endstand ein.

Einen ebenso deutlichen Sieger fand in Elmshorn das Derby zwischen der SV Lieth und dem TSV Sparrieshoop: Der gastgebende Spitzenreiter der Bezirksliga West gewann gegen den Vorletzten der Landesliga Hammonia mit 4:1! Bo Hansen (57.) und Daniel Krohn mit einem Doppelpack (69., 77.) schossen die Hausherren im Waldstadion deutlich in Führung, ehe Dominik Pelzer (81.) für die Gäste verkürzte. Mike Puschzian traf in der vorletzten Minute zum 4:1-Endstand. Anschließend spendierte die freudetrunkener Liether Mannschaft Freibier für alle - auch für die enttäuschten Sparrieshooper, denen der Gerstensaft jedoch kaum gemundet haben dürfte ...

Nicht nur in Elmshorn, sondern auch in Harburg wurde die "Rangordnung" der Lokalrivalen zumindest für einen Tag leicht durcheinandergewirbelt: Der Kreisligist Viktoria Harburg bezwang den Ortsrivalen Harburger Türksport, der im Sommer aus der Landes- in die Bezirksliga abgestiegen war, mit 3:1 nach Verlängerung. Noch in zwei weiteren Duellen behielten die klassenniedrigeren Teams die Oberhand: Der Kreisklassen-Vertreter HLT gewann 1:0 gegen seinen letztjährigen Kreisliga-Konkurrenten FK Nikola Tesla, der SV Nettelnburg-Allermöhe (Kreisliga 3) behielt gegen den Ost-Bezirksligisten TSV Reinbek mit 6:4 nach Elfmeterschießen die Oberhand.

Zwei Hammonia-Landesligisten konnten dagegen in der Verlängerung den Kopf noch aus der Schlinge zu ziehen und bei Kreisliga-Aufsteigern gewinnen: Der SV Wilhelmsburg (3:2 bei Vatan Gücü) und die SV Blankenese (2:0 beim SC Elbgau) durften nach 120 Minuten das Weiterkommen bejubeln - nicht mehr, aber auch nicht weniger! Eine eindeutigere Angelegenheit war der 4:0-Sieg des SC Concordia (Hamburg-Liga) beim Kreisligisten Lemsahler SV. LSV-Coach Marcus Fürstenberg war dennoch zufrieden: "Als Dankeschön für ihre Verdienste um den Verein haben bei uns einige Altgediente mitgespielt - und sie haben sich gut geschlagen!"

Vom Ergebnis her ebenfalls souverän war der 5:1-Sieg des TSV DuWo 08 beim SC Osterbek (Kreisklasse 6). "Das Spiel war aber eigentlich lange Zeit offen - wir haben es nur nicht geschafft, unsere Chancen zu nutzen, sonst wären wir mit 1:0 in Führung gegangen", erklärte SCO-Kicker Florian Neuhauss. Stattdessen schoss Andres Arteaga das 0:1 (23.), Marcus Hein (26.), André Reimers (53.), Timo Röhricht (68.) und Timo Hoppe (77.) legten für das Schlusslicht der Hammonia-Staffel nach, während Handorf für die Hausherren den zwischenzeitlichen Anschlusstreffer markiert hatte (48.). "Wir hatten auch noch einige Gelegenheiten, das 2:3 zu erzielen", ergänzte Neuhauss.

Gar keine Treffer fielen in Geesthacht - der FC Geesthacht trat gegen den MSV Hamburg wegen zu dünner Personaldecke nicht an. Wegen verletzten, noch urlaubenden sowie beruflich nicht zur Verfügung stehenden Spielern, darunter Stammkeeper Christian Hillmer, hätte FCG-Coach Andreas Hammer nur auf neun Feldspieler zurückgreifen können - deshalb verzichtete der Ost-Bezirksligist auf das Kräftemessen mit seinem letztjährigen Klassenrivalen. Die in die Landesliga aufgestiegenen Mümmelmannsberger kamen somit dank eines kampflosen 3:0-Sieges weiter - ausgleichende Gerechtigkeit, könnte man meinen, hatte der MSV doch bei der Auslosung der Erstrunden-Duelle zunächst ein Freilos erhalten, musste dann aber beim nachträglich in den Wettbewerb integrierten Kreisklassen-Neuling Standard Alu antreten ...

Neben dem MSV erreichte auch der Harburger SC die dritte Runde - allerdings gewann der in die Bezirksliga abgestiegene HSC "nur" mit 4:3, und nicht mit 44:3, wie es in einem anderen Medium vermeldet wurde, beim Kreisligisten FTSV Lorbeer Rothenburgsort!


Alle Ergebnisse und Ansetzungen der Zweitrunden-Duelle um den Oddset- und II. Liga-Pokal finden Sie unter Pokal!


Kommentare zum Artikel:
- BU Torwart (Bastrup 09.08.2006 12:31)




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