Aktuell: Gelungene Ehrung der fairen Teams
07.02.2010

Am Freitagabend hatten der Hamburger Fußball-Verband und die Sparda-Bank Hamburg ins „Hotel Steigenberger“ geladen. Während der FC St. Pauli im nur wenige Kilometer entfernten Millerntor-Stadion einen 2:1-Sieg im Zweitliga-Spiel gegen den Karlsruher SC feierte, ehrten der HFV und die Sparda-Bank die Gewinner des „Sparda-Bank – freundlich & fair-Preises“ der Hinrunde der Saison 2009/2010.

Dr. Heinz Wings, Vorstandsvorsitzender der Sparda-Bank Hamburg, eröffnete die Veranstaltung mit seiner Rede und sagte: „Ich bin überzeugt, dass jeder, der fair auf dem Fußballplatz ist, seinen Mitmenschen auch in allen anderen Lebensbereichen fair und respektvoll begegnet. Deshalb ist es für uns eine Herzensangelegenheit, den Fairness-Gedanken über den Fußballsport zu verankern!“ Angesichts der Tatsache, dass die Sparda-Bank in der kommenden Saison auch wieder Partner des Erstligisten Hamburger SV sein und sich im Projekt „Der Hamburger Weg“ engagieren wird (SportNord berichtete, siehe unten stehenden Link), ergänzte Dr. Wings: „Wir wollen mit unserem Engagement dabei mithelfen, dass die jungen Talente aus der Jugend- in den Amateur- und den Profi-Fußball kommen können!“

Anschließend betonte HFV-Präsident Dirk Fischer: „Ich möchte Herrn Dr. Wings für sein ganz persönliches, großes Engagement danken! Der ‚freundlich & fair-Preis der Sparda-Bank‘ hat im Hamburger Fußball-Verband einen sehr hohen Stellenwert. Viele Mannschaften setzen auf Fair-Play, um den Preis zu gewinnen – das ist auch ein deutliches Signal, dass Fairness gewollt ist. Wir gratulieren allen Gewinnern und hoffen, dass es für alle anderen Mannschaften ein Ansporn sein möge, in Zukunft den Siegerpreis zu gewinnen!“ Fischer äußerte sich auch noch zur Debatte, ob die Profi-Vereine sich an den Kosten für Polizeieinsätze rund um Fußballspiele beteiligen sollten: „Die Vereine müssen für die Sicherheit im Stadion sorgen, für alles andere ist der Staat zuständig – und Konzertveranstalter bezahlen auch keine Polizeieinsätze!“

Zunächst wurden die Frauen-Teams und dann die Herren-Teams geehrt. Ein Höhepunkt der Veranstaltung war, als Nabil Chabrak vom SV Muslime (Kreisliga 4), der bereits zum zweiten Mal den Fair-Play-Preis gewann, Dr. Wings ein arabisches Gewand überreichte, das der 58-Jährige auch gleich anprobierte. In der dritten Ehrung wurde der Hamburger Oberligist TSV Buchholz 08, der in seiner Spielklasse den Fairness-Preis bereits zum vierten Mal in Folge gewann, geehrt. Dr. Wings hatte zu diesem Anlass sein Buchholz-Trikot, das ihm die Nordheider im August 2009 geschenkt hatten, übergezogen und hielt noch einmal eine launige und gelungene Rede, ehe TSV-Trainer Thomas Titze („Wir haben im Hamburger Amateur-Bereich sehr viele gute Schiedsrichter!“) und 08-Kapitän Alexander Gege der Preis überreicht wurde (siehe Foto).

Insgesamt 15 faire Mannschaften konnten sich über ein Preisgeld von insgesamt 21.050 Euro freuen; 1.000 Euro gibt es dieses Mal extra für die neue Kreisliga der Frauen. Hier die Gewinner des Sparda-Bank – freundlich & fair-Preises der Hinrunde der Saison 2009/2010 auf einen Blick:


Herren

Oberliga Hamburg (3.000 Euro): TSV Buchholz 08 1. Herren mit 1,53 Punkten
Landesliga (2.500 Euro): TSV Sasel 1. Herren mit 2,00 Punkten
Bezirksliga (2.000 Euro): Harburger SC 1. Herren mit 2,05 Punkten
Kreisliga (1.500 Euro): SV Muslime 1. Herren mit 1,65 Punkten
Kreisklasse (1.000 Euro): Norderstedter SV 1. Herren mit 0,09 Punkten
Untere Herren (1.000 Euro): SV Lohkamp 2. Herren mit 0,09 Punkten
Alte Herren (1.000 Euro): SC Egenbüttel 1. Alte Herren mit 0,00 Punkten bei 9 Spielen *
Senioren (1.000 Euro): SG Glinde/Billstedt-Horn 1. Senioren mit 0,00 Punkten bei 10 Spielen *


Frauen

Verbandsliga (2.500 Euro): FSV Harburg 1. Frauen mit 0,30 Punkten
Landesliga (2.000 Euro): FC Bergedorf 85 2. Frauen mit 0,10 Punkten
Bezirksliga (1.500 Euro): SC Union 03 1. Frauen mit 0,00 Punkten bei 8 Spielen *
Kreisliga (1.000 Euro): SC Alstertal/Langenhorn 2. Frauen mit 0,00 Punkten bei 6 Spielen **
Sonderstaffeln (je 350 Euro): Altona 93 7er-Frauen, Kummerfelder SV 7er-Frauen und Hamburger SV 7er-Frauen mit jeweils 0,00 Punkten bei jeweils 5 Spielen ***


Anmerkungen

* Bei den Alten Herren, den Senioren, den Bezirksliga-Frauen und den Frauen-Sonderstaffeln gab es mehrere Teams mit dem gleichen Punkte-Koeffizienten von 0,00. Hier sagen die Wettbewerbsbedingungen: „Für den Fall eines gleichen Punktekoeffizienten wird die Bewertung/Platzierung dahingehend festgelegt, dass bei einem Punktekoeffizienten von 0,00 die Mannschaft besser platziert ist, die bei gleichem Punktekoeffizienten mehr Spiele bestritten hat. Haben daraufhin Erstplatzierte auch die gleiche Anzahl von Spielen bestritten oder ist der Punktekoeffizienten ungleich 0,00, wird das Preisgeld durch die Zahl der Gleichplatzierten geteilt."

** Die Frauen-Kreisliga wurde im Sommer 2009 neu gegründet. Hier gibt es für die Hinserie der Saison 2009/2010 einen Extrapreis von 1.000,00 Euro.

*** In den Sonderstaffeln der Frauen beträgt das Preisgeld eigentlich 1.000,00 Euro. Da es drei Sieger gibt, wurde das Gesamt-Preisgeld auf 1.050,00 Euro erhöht; dadurch ergeben sich 350,00 Euro für jedes der drei siegreichen Teams.


(JSp)

Link: SportNord-Bericht vom 11.01.2010 über Wieder-Einstieg der Sparda-Bank beim Hamburger SV

Kommentare zum Artikel:




zurück
Druckversion


.